RákosPark Budapest

Green – Connected – Neighbourhoods

Der Park bestimmt, wie die Stadt wächst.

Mit RákosPark kann Budapest eine seiner letzten großen innerstädtischen Konversionsflächen als neuen Teil der Kernstadt entwickeln. Das 244 Hektar große, weitgehend brachliegende Eisenbahnareal liegt im Nordosten der Stadt. Bestehende Gleisanlagen trennen heute angrenzende Viertel und prägen die räumliche Struktur des Standorts. Die Aufgabe verknüpft klimagerechte Stadtentwicklung mit Nutzungsmischung und kurzen Alltagswegen. Die Planung umfasst rund 10.000 Wohnungen mit einem hohen Anteil geförderten Wohnens. Nahversorgung, Kitas, Schulen, Büroflächen, und Mobility Hubs runden das Angebot ab und bilden die Grundlage für kompakte Fünf-Minuten-Nachbarschaften.

Drei Planungsprinzipien ordnen die Entwicklung: Landschaft bildet die Basis, Mobilität das verbindende Rückgrat und hohe Dichte und Nutzungsmischung die Grundlage für kompakte Quartiere.

Die Leitidee „Stadt im Park, Park in der Stadt“ macht den Freiraum zum Protagonisten der Entwicklung. Mehr als 30 Prozent des Planungsgebiets werden Teil eines neuen Stadtparks und eines durchgängigen Grün-Blauen-Netzwerks. Bestehende Freiräume, der Rákos-Bach und bahnbegleitende Grünzüge werden miteinander verbunden und in die angrenzenden Stadtteile weitergeführt.

Eine Nord-Süd-Verbindung führt aus der historischen Innenstadt über Andrássy Boulevard und den Stadtpark Varosliget in das neue Stadtgebiet. Unterführungen, Überführungen und Radschnellwege überwinden die bestehende Barriere der Gleise. Ein neuer intermodaler Mobilitätsknoten bündelt Bahn, Metro, Tram und Radverkehr. Entlang dieser Infrastruktur entstehen kompakte Nachbarschaften, in denen Wohnen, Arbeiten, Versorgung, Freizeit und Freiraum eng zusammenliegen.

Phase 1
Phase 2
Phase 3
Phase 4

Klare Übergänge zwischen Bebauung und Landschaft verzahnen die Nachbarschaften mit dem Park. Motorisierter Verkehr erhält eine nachgeordnete Rolle, während Fuß- und Radwege die Grünkorridore begleiten. So entsteht ein räumliches Gerüst, das phasenweise entwickelt und langfristig mit weiteren Landschaftsräumen verbunden werden kann.

Für ASTOC steht RákosPark in einer Reihe großmaßstäblicher urbaner Transformationen mit hoher infrastruktureller und räumlicher Komplexität. Das parallel zur Masterplanung entwickelte 3D-CityBIM-Modell dient als räumliches Prüfwerkzeug für die weitere Differenzierung des Entwurfs. Nutzungsverteilung und phasenweise Entwicklung können mit einer Grobkostenschätzung verknüpft werden. So lassen sich Kaltluftschneisen, Durchlüftung, Besonnung, Solarpotenziale und thermische Behaglichkeit im öffentlichen Raum innerhalb desselben Modells in einem iterativen Prozess untersuchen und optimieren. Damit werden städtebauliche Entscheidungen unmittelbar mit Klima-, Energie- und Nutzungsfragen verbunden.

RákosPark positioniert Landschaft als gleichberechtigte räumliche Infrastruktur für einen neuen Teil Budapests. Freiraum und Mobilitätsangebote strukturieren Dichte und schaffen Verbindungen zwischen bislang getrennten Stadtteilen. Der neue Stadtpark übernimmt dabei zugleich ökologische, soziale und verbindende Funktionen. Der Park lässt sich dabei als grünes Pendant zur Donau verstehen, als grünen Fluss, der sich in Richtung Innenstadt verzweigt.

Auftraggeber
Stadt Budapest

Größe
1.388.400 m² BGF, 244 ha

Planung
2025–2026

Leistung
Städtebaulicher Masterplan, Internationaler Wettbewerb 2. Platz

Zusammenarbeit
Archikon, Budapest, RMPSL, Köln

Credits: (1, 5, 8) Play-Time, Barcelona, (2, 3, 4, 6, 7) ASTOC, Archikon, RMPSL; Köln

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