Unternehmenszentrale Koelnmesse

Neubau für die Zentralverwaltung auf dem Messegelände

Die Unternehmenszentrale der Koelnmesse schafft eine neue Adresse, flexible Verbindungen im Messeareal und eine zukunftsgerichtete Arbeitswelt.

Mit dem Neubau der Unternehmenszentrale erhält die Koelnmesse einen zentralen Standort im Herzen ihres Messegeländes – sichtbar, vernetzt und im Dialog mit der Stadt. Der Neubau setzt einen architektonischen Akzent an der Schnittstelle von MesseCity, Eingang Süd und Confex und stärkt die Präsenz der Messe im öffentlichen Raum. Als maßgeblicher Baustein innerhalb des Investitionsprogramms „Koelnmesse 3.0“ bildet er nicht nur das Rückgrat für moderne Arbeitswelten, sondern auch ein wichtiges Bindeglied zwischen Messebetrieb, Verwaltung und urbanem Umfeld. Die neue Zentrale verknüpft Funktionalität mit Aufenthaltsqualität und Nachhaltigkeit: Innenhöfe und Dachterrassen schaffen grüne Rückzugsorte, modulare Raumstrukturen ermöglichen flexible Arbeitsformen, und die Verbindung zum öffentlichen Verkehrsnetz garantiert gute Erreichbarkeit.

Mit der Verlagerung von der bisherigen nördlichen Randlage in diese neue Position verankert sich die Verwaltung räumlich und programmatisch im Zentrum des Messegeschehens. Der Neubau versteht sich dabei nicht nur als ein Ort der Organisation, sondern auch als Teil eines lebendigen Messequartiers, das Offenheit, Kommunikation und Wandel architektonisch zum Ausdruck bringt.

Wettbewerbsmodell 2023
Planungsstand Wettbewerb

Die neue Unternehmenszentrale der Koelnmesse setzt einen klaren architektonischen Akzent im inneren Gefüge des Messeareals. Der viergeschossige Neubau gliedert sich in einen transparenten Sockel mit Foyer, Gastronomie- und Konferenzflächen sowie zwei darüber liegende Büroetagen. Über einen erweiterten Messebalkon, eine vorgelagerte Terrasse und einen großzügigen Vorplatz ist das Gebäude selbstverständlich in die bestehenden Wegebeziehungen eingebunden. Es stärkt so die Vernetzung zwischen Messehallen, Stadt und MesseCity.

Zwei großzügige Innenhöfe strukturieren die Arbeitswelt in den Obergeschossen. Um eine zentrale Magistrale und einen geschossübergreifenden Kommunikationsraum gruppieren sich offene und geschlossene Bürostrukturen, modular programmierbar im 1,35-Meter-Raster. So entsteht ein hohes Maß an Flexibilität – räumlich wie organisatorisch. Die Gestaltung fördert unterschiedliche Arbeitsweisen und bietet Orte für Konzentration, Austausch und Erholung.

Konsequent nachhaltige Prinzipien prägen sowohl Bauweise als auch Gebäudebetrieb: Die Bürogeschosse entstehen in Holzhybridbauweise, erhalten  eine elementierte Keramikfassade und extensive Dachbegrünung. Ein integrales Regenwassermanagement, der Einsatz erneuerbarer Energien und ein intelligentes Gebäudemanagementsystem unterstützen die Zielsetzung der DGNB-Platin-Zertifizierung. Die neue Unternehmenszentrale wird damit nicht nur zur leistungsfähigen Arbeitsumgebung, sondern auch zum gebauten Ausdruck der „tradefairer“-Nachhaltigkeitsstrategie der Koelnmesse

Sockelzone und MagistraleDie Eingangsebene der neuen Zentrale verbindet Messe und Stadt: Das großzügig verglaste Foyer im 1. Obergeschoss wird zur Verteilerzone zwischen Öffentlichkeit und Verwaltung, zwischen Konferenz- und Gastronomiebereich, zwischen Messebalkon und Confex. Eine zentrale Magistrale führt vom Vorplatz zur Messehalle, leitet Besucherinnen, Besucher und Mitarbeitende weiter zum „Hub“, dem Herz des Hauses mit skulpturaler Treppe, Luftraum und Lounges.

Arbeitswelt und DachlandschaftDie drei Bürogeschosse bieten mit ihrem modularen Raster, kurzen Wegen und klarer Orientierung eine hohe Flexibilität in der Strukturierung der Arbeitsumgebung. Höfe und Loggien verzahnen Innen und Außen, schaffen Kommunikationsorte und bieten natürliche Belichtung und Belüftung. Die grüne Dachlandschaft bildet das Pendant zu den Höfen: Rückzugsort, Sportfläche, Habitat. Es entsteht ein gesundes Arbeitsumfeld, das soziale, ökologische und funktionale Qualitäten vereint.

Der Neubau der Unternehmenszentrale ist ein zentrales Projekt des von uns entwickelten strategischen Masterplans für die Koelnmesse. Als Generalplanerin Arbeitsgemeinschaft mit HPP, verantworten wir ein Gebäude, das im direkten räumlichen Kontext zum angrenzenden Quartier steht: städtebaulich durch unseren Masterplan für die MesseCity, architektonisch durch dort (ebenfalls gemeinsam mit HPP) realisierte Projekte wie die Zentrale der Zurich Versicherung.

Auftraggeberin
Koelnmesse GmbH

Größe
29.140 m² BGF 

Planung und Realisierung
2023–heute

Leistung
Städtebaulicher Masterplan, Wettbewerb 1. Platz, Generalplanung, Objektplanung LPH 1–9

Zusammenarbeit
HPP Architekten, Düsseldorf

Visualisierungen: moka-studio

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