Unternehmenszentrale Häfen und Güterverkehr Köln AG
Neubau am Niehler Hafen
Wo Hafen, Bahn und Verkehrswege aufeinandertreffen, positioniert sich die neue Unternehmenszentrale der HGK mitten im Geschehen.
Die Häfen und Güterverkehr Köln AG (HGK) ist als Tochter der Stadtwerke Köln ein wichtiges Logistikunternehmen der Region – aktiv auf Wasser, Schiene und Straße. Mit ihrer neuen Unternehmenszentrale im Niehler Hafen rückt das Unternehmen räumlich näher an den Ort seines operativen Geschäfts. Der Neubau bildet nicht nur eine neue Adresse, sondern setzt ein sichtbares Zeichen im Hafen und im Stadtraum.
Der plastische Baukörper folgt zwei räumlichen Logiken: der nordwestlich verlaufenen Achse des Niehler Damms und der südöstlich gelegenen Trasse des hauseigenen Güterbahndamms. Die daraus resultierende Knickung des Gebäudes verankert es in der Topografie des Hafens und formuliert eine passende architektonische Geste am Eingang des Quartiers.
Die Unternehmenszentrale der HGK besteht aus zwei versetzt zueinander angeordneten Baukörpern, die sich an den vorgefundenen Achsen ausrichten. Der Knick in der Gebäudestruktur ermöglicht eine Adressbildung und bildet zugleich funktionale Zonen im Inneren: Kombizonen, eine Lounge, Besprechungsbereiche und offene Arbeitslandschaften schaffen eine flexible Raumstruktur. Die Nutzungseinheiten in den beiden Bauteilen sind bei Bedarf auch separat zu disponieren. Der Neubau bietet auf rund 8.500 m² Platz für bis zu 270 Mitarbeitende. Ergänzend zu modernen Bürostrukturen umfasst das Gebäude eine 24/7-Leitstelle, Schulungsrume, eine Kantine sowie nutzbare Mietflächen. Die expressive Ziegelfassade verweist auf die industrielle Hafentradition und interpretiert sie zeitgemäß. Die zweischalige Fassade ist zentrales Gestaltungselement. Außen bilden helle Vormauerziegel ein zurückhaltendes, standorttypisches Kleid. Horizontal versetzte Mauerwerksbänder strukturieren die Fassade und sorgen für eine ruhige Präsenz, während verschobene Fensterformate ein dynamischeres Erscheinungsbild erzeugen. Das Material Ziegel steht für Dauerhaftigkeit, Robustheit und geringen Instandhaltungsaufwand und zahlt damit auf die Langlebigkeit des Gebäudes ein. Im Dachgeschoss befinden sich eine barrierefrei zugängliche Dachterrasse sowie Retentionsflächen zur Regenrückhaltung. Die Dächer sind extensiv begrünt und mit Photovoltaik belegt.
Die neue Unternehmenszentrale der HGK positioniert das Unternehmen direkt am logistischen Geschehen und bietet dem Unternehmen ein identitätsstiftendes Gebäude, mit architektonischer Klarheit, deutlicher Verankerung am Ort und flexibler Funktionalität. Wir gestalten gerne Orte, an denen Arbeit, Identität und Kontext stimmig ineinandergreifen.
Auftraggeberin
HGK Häfen und Güterverkehr Köln AG
Größe
8.500 m² BGF
Planung und Realisierung
2020–2023
Leistung
Objektplanung LPH 1–5
Fotocredit: Stefan Schilling