Von der Stadtstrategie bis zum Holzhybridbau

Rund um die Kölner Messe über alle Massstäbe

Teil unseres Selbstverständnisses ist es, als Planungsbüro maßstabsübergreifend zu arbeiten, die jeweiligen Anforderungen aus den unterschiedlichen Arbeitsebenen miteinander in Beziehung zu setzen und unsere Auftraggeber vor diesem Hintergrund umfassend zu beraten. Das lässt sich am Beispiel unseres Mitwirkens rund um die Koelnmesse in unserer Heimatstadt gut illustrieren.

Für die innerstädtisch gelegene Messe als einer der Big Player in Köln konnten wir mit der strategischen Planung und baulichen Entwicklungsstrategie für den gesamten, rund 40 Hektar großen Messecampus die Entwicklungsfähigkeit und damit die zukünftige internationale Konkurrenzfähigkeit der Koelnmesse sicherstellen. Der „Masterplan Koelnmesse 2.0“ aus 2014 beschreibt ein Gesamtkonzept zur Verdichtung der Flächen und zur baulichen, energetischen und technischen Sanierung des Bestands. Erste Maßnahmen aus dem Masterplan wie das Zusammenführen von Conference und Exhibition im Neubau Confex sind bereits realisiert.

Darüber hinaus prägt unser städtebaulicher Rahmenplan für die MesseCity zwischen Deutzer Bahnhof und Messegelände heute sowohl die Adresse der Messe als auch das Erscheinungsbild Kölns an diesem wichtigen Stadteingang. Die Stadt wird an einem, unter anderem durch den ICE-Bahnhof sehr gut erschlossenen Ort strategisch verdichtet. Gleichzeitig wird der sogenannte Messe-Balkon als Eingang zur Messe inszeniert und ein großmaßstäblicher, durchlässiger Stadtbaustein realisiert, der Sichtbeziehungen ermöglicht und die MesseCity mit dem städtischen Gefüge von Deutz verbindet. Die MesseCity ist heute vollständig umgesetzt und beinhaltet Hotels, Gastronomie und Dienstleistungen.

Wir zeichnen uns für die architektonische Umsetzung von zwei Hotels und einer Unternehmenszentrale verantwortlich, wobei die Entwicklung von rund 60 Meter hohen Gebäuden im Dunstkreis des Welterbes Kölner Dom stattgefunden hat. Seit 2025 hat die Koelnmesse als Standort Eingang in die gesamtstädtische Strategie „Kölner Höhenentwicklungskonzept“ gefunden, die wir zusammen mit urbanista und dem Stadtplanungsamt Köln erarbeitet haben. Seit 2024 arbeiten wir mit HPP Architekten am Neubau der Messezentrale, der in Holzhybridbauweise im Herz des Messegeländes realisiert wird, und der einen wichtigen Meilenstein für die Modernisierung der Messe und ihrer Arbeitswelten darstellt.

Wir konnten von der strategischen Planung zur Entwicklung des Wirtschaftsstandortes – im Masterplan Koelnmesse 2.0 und in der Stadtstrategie Kölner Perspektiven 2030+ – über die städtebauliche Rahmenplanung der MesseCity bis zur Architektur den Entwicklungsprozess und das Erscheinungsbild der Koelnmesse mitgestalten. Das Wissen um die strategischen Entwicklungsfragen der Koelnmesse, die Einordnung in die Belange der Stadtentwicklung und Stadtplanung, die räumliche Kenntnis des Standortes und seiner stadtweiten Bedeutung als Mobilitätsdrehscheibe führen dabei zu einem tiefgehenden und vielschichtigen Verständnis der Aufgabe. Dieses hat es uns ermöglicht, nicht nur zu planen, sondern impulsgebend zu wirken, Dinge „ins Rollen zu bringen“ und umzusetzen.

ASTOC „Tauschzeit“ 2025

Fotocredit: ASTOC
Visualisierungen: moka-studio