Vom Kindergarten in der grünen Siedlung bis zur Spitzenmedizin auf 16 Geschossen
Die Infrastruktur steht zurzeit im Mittelpunkt der staatlichen Investitionen – von Bildung und Gesundheit bis hin zu Mobilität. Treiber ist das neue Sondervermögen „Infrastruktur und Klimaneutralität“, aus dem über 37 Mrd. Euro bereitstehen. Den größten Anteil erhält der Verkehrsbereich, ergänzt durch erhebliche Mittel für Krankenhäuser, Schulen und Kitas. Gleichzeitig werden digitale Netze, Energieanlagen sowie Forschung und Innovation gezielt gestärkt, um Klimaneutralität, Wettbewerbsfähigkeit und Versorgungssicherheit dauerhaft zu sichern. Daraus ergeben sich viele Einzelaufgaben, die schnell und umfassend angegangen werden müssen, um Daseinsvorsorge und Qualitätsstandards zu sichern. Die Investitionen münden also einerseits in einer Masse von baulichen Tätigkeiten, andererseits aber auch in notwendiger strategischer und systematischer Planung, um diese ökonomisch, ökologisch und sozial sinnvoll umsetzen zu können. Wir sehen diese Entwicklung in vieler unserer Projekte gespiegelt: Sei es bei der Konzentration der Gesundheits- und der Zusammenführung von Klinikstandorten, der Sanierungs- und Neubauwelle von Schulen und Kitas, der strategischen Campusplanung von Kliniken, Forschungs- und Bildungseinrichtungen und der Realisierung komplexer Klinik- und Laborbauten. Wir sind vertraut mit dem betroffenen Nutzungsspektrum sowie mit den verschiedenen Maßstäblichkeiten der Planung: Von der Campusplanung zur -realisierung, von der Krankenhausplanung bis zur baulichen Umsetzung von Kliniken, vom Schulneubau bis zur Ergänzung der Quartiersinfrastruktur durch Kitas.
Ein urbanes Gefüge mit Aufenthaltsqualität statt funktionaler Monotonie – das neue Hauptgebäude Anna-Seiler-Haus als Hauptgebäude des Inselspitals in Bern markiert für unsere Arbeit in der Gesundheitsarchitektur einen wichtigen Meilenstein. Das als Generalplaner realisierte Hochhaus formuliert setzt auf 82.000 m² das Konzept des „Quartiers im Gebäude“ um, ist das größte Spitalgebäude der Schweiz und gilt national als Vorreiter, insbesondere in puncto Nachhaltigkeit und BIM-Integration. Das Anna-Seiler-Haus zeigt, wie sich modernste Medizin mit Architektur verbinden lässt, die Arbeitsabläufe unterstützt und auf den Menschen in all seinen Bedürfnissen eingeht.
Gesundheits-, Forschungs- und Bildungsstandorte
Wir betrachten den gesamten Standort und begleiten die Entwicklung oft von Anfang an. Unsere Expertise beschränkt sich nicht auf die Objektplanung, sondern sie beginnt mit der umfänglichen Standortdiagnose. Wir bewerten Bestände, erarbeiten Projekt- und Investitionsstrategien, erstellen strategische und dynamische Masterpläne für Klinik-, Forschungs- und Bildungsstandorte und betreuen deren weitere Entwicklung über alle Phasen und Maßstäbe hinweg. Unsere Erfahrung reicht von der Standortberatung und der städtebaulichen Neugestaltung eines Hochschulcampus bis hin zur Weiterentwicklung einer Klinik im laufenden Betrieb.
Wir sind mit den aktuellen Fragestellungen und Herausforderungen etwa der Klinikplanung vertraut und wissen um die komplexe Vernetzung aller Aspekte und Zielsetzungen. Wir haben ein tiefes Verständnis für die Abläufe innerhalb eines Krankenhauses, wissen gleichzeitig um die Funktionsweise der Standorte und die notwendigen Investitionen und können so umfassend und aus einer Hand beraten.
Wir entwickeln strategische Konzepte für führende Standorte: von den Universitätskliniken in Köln, Aachen, Hannover, Göttingen, Heidelberg und Frankfurt über Gesundheitszentren in Osnabrück und Winterthur bis hin zu Forschungsarealen wie der Science City Hamburg-Bahrenfeld und dem Neuenheimer Feld in Heidelberg. Aus unseren städtebaulichen und strategischen Masterplänen entwickeln wir regelmäßig architektonische und betrieblich-organisatorische Machbarkeitsstudien für einzelne Realisierungsabschnitte, nicht selten gefolgt von der Realisierung einzelner Bausteine. Unser Spielfeld reicht von spezialisierten Kliniken und Forschungsinstituten mit komplexer Labortechnik bis zu Hochschulgebäuden, Schulen und Kitas als Taktgeber lebendiger Quartiere.
Investitionen in Infrastruktur erfordern ebenso strategische Weitsicht wie eine dezidierte Betrachtung von Bestand, Bedarfen und konkreten Zukunftsperspektiven. Genau hier setzen wir an und unterstützen dabei, aus komplexen Anforderungen umsetzungsfähige Entwicklungen zu formen.
Fotocredit: HGEsch Photography, Christa Lachenmaier, Jens Willebrand
Visualisierung: NAK