Forschungs- und Ausbildungszentrum Medizin BB07

Die Planung eines hoch installierten Laborgebäudes ist immer ein Spagat aus Präzision und Offenheit. Ingo Kanehl

AUFTRAGGEBER
AGG des Kantons Bern

WETTBEWERB
1. Rang 2020

GRÖSSE
33.400 qm BGF oberirdisch
23.100 qm BGF unterirdisch

ZUSAMMENARBEIT
GWJ Architektur AG, Bern
IAAG Architekten AG, Bern
Archipel Generalplanung AG, Bern

 

Für das Inselspital ist der Baubereich 07 auf Grund seiner spezifischen Lage von besonderer Bedeutung: Von Norden kommend ist dieses Baufeld die erste Adresse des Inselspitals, die täglich tausende Menschen auf ihrer Fahrt in die Stadt Bern sehen. Diese Lage bietet das Potential, nicht nur ein gut in den Spitalbetrieb integriertes Laborgebäude zu realisieren, sondern auch das Selbstverständnis der Insel als Spital und als Institution innerhalb der Stadt wesentlich zu prägen. Unser Entwurf ist sich dieser Situation im Stadtgrundriss sehr bewusst und zeigt nicht nur eine einladende und offene Architektur, sondern orientiert im Grundriss-Layout genau hier die kommunikativen und öffentlichen Bereiche. Das Inselspital zeigt hier sehr (selbst-) bewusst, dass Forschung einen sichtbaren und attraktiven Faktor in der Medizin darstellt.

Durch das Abknicken der Nordfassade passt sich unser Entwurf mit seiner Volumetrie dem Maßstab der umgebenden Bebauung an und schafft zudem eine Aufweitung des Stadtraums, der im Zusammenspiel mit dem benachbarten Baubereich 6.1 eine attraktive Entree-Situation als Zugang in den zentralen Bereich des Inselareals darstellt. Auch unser BB 7 hat genau hier seinen repräsentativen Hauptzugang und bietet den Mitarbeitern, Studierenden und Besuchern eine Cafeteria zum Verweilen und einen Konferenzraum zum fachlichen Austausch.

zum german-architects Interview mit Ingo Kanehl