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D-Köln Kasino an einem Forschungsstandort
Auf dem weitläufigen und von seiner Nachbarschaft abgeriegelten Campus stehen die einzelnen Gebäude der Institute, gehalten nur durch ihre Infrastruktur, sonst völlig losgelöst: Der Gestaltung dieses sozialen Mittelpunkts kommt also große Bedeutung zu. Der welkende Bau aus den 1970er Jahren musste dringend erweitert und saniert werden, um hochwertige und gesunde Ernährungskonzepte umsetzen zu können. Der Entwurf von ASTOC zeugt vom Respekt gegenüber den Sichtbetonfassaden der 1970er Jahre, wie sie den Altbau prägen, findet aber dennoch eine unmissverständlich zeitgenössische Architektursprache für den Anbau. Die schwere Bestandsfassade konnte energetisch optimiert und dennoch in ihrer ursprünglichen Anmutung erhalten werden. Die pigmentierten Sichtbetonplatten des Bestandsgebäudes wurden für den Erweiterungsbau nachproduziert, die bestehende Fassade wird nachträglich gedämmt. Die Betonoberflächen zeigen die „Handwerklichkeit“ der Holzlatten-Schalung.

Der eingeschossige Anbau nimmt den Speisesaal und die neue Großküche auf, sodass im Obergeschoss des Altbaus Platz für einen großen Veranstaltungssaal frei wird. Im neuen Kasino können nicht nur täglich circa 700 Mahlzeiten serviert werden, es gibt auch eine Dachterrasse und ein Gründach.

Der Umbau des Kasinos ist ein Beispiel für den zeitgemäßen Weiterbau eines Gebäudes aus einer anderen Ära, bei dem sich Respekt vor der Baugeschichte und ein selbstbewusster, zeitgenössischer Entwurf nicht ausschließen.

Fotos: Christa Lachenmaier, Köln

PROJEKTDATEN
Auftraggeber
Forschungszentrum, Köln

Planungs- und Bauzeit
Planung 2008-2009
Realisierung 2009-2011

Größe
BGF: 6.500 qm

Mitarbeiter
Ruth Bünker, Frank Grätz, Till Hoinkes, Ulrich Hundsdörfer, Thorsten Salmen, Michael Rosemann, Magdalena Schaller, Bernhard Schumann

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