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D-Berlin Masterplan Tempelhofer Freiheit
Am 6. März 2013 wird der von ASTOC und GROSS.MAX entwickel- te Masterplan Tempelhofer Freiheit im Rahmen einer öffentlichen Standortkonferenz in Berlin vorgestellt. Der Senator für Stadtent- wicklung und Umwelt, die Senatsbaudirektorin, Vertreter der Tempelhof Projekt GmbH und der Grün Berlin GmbH informieren gemeinsam mit ASTOC und GROSS.MAX über die städtebauliche Planung und den Stand der Parkentwicklung. In einer Stadtwerk- statt am 9. März 2013 haben Bürgerinnen und Bürger die Gele- genheit, mit Experten und Planern die unterschiedlichen Aspekte der Entwicklung detailliert zu diskutieren und Anregungen zu ge- ben. Die städtebauliche Struktur des Masterplans wurde – auf- bauend auf dem Wettbewerbsentwurf für die Gestaltung der Park- fläche des Büros GROSS.MAX – gemeinsam durch ASTOC und GROSS.MAX im Auftrag der Tempelhof Projekt GmbH und der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt weiterent- wickelt.

Der letzte Start eines Flugzeugs von Berlin-Tempelhof erfolgte im Oktober 2008, danach wurde der Flughafen stillgelegt, seitdem ist das ehemalige Rollfeld die größte innerstädtische Freifläche der Welt. Die behutsame Entwicklung des ehemaligen Flugha- fens Tempelhof ist eine große Chance für die ganze Stadt. Fünf Kilometer vom Brandenburger Tor entfernt eingebettet in die Bezirke Tempelhof-Schöneberg, Friedrichshain-Kreuzberg und Neukölln entsteht ein neues Stadtviertel mit einem großen Park, Wohnungen und Flächen für innovative Unternehmen. Im Zentrum der Entwicklung steht die große freie Fläche, das soge- nannte Tempelhofer Feld. Dieses bleibt auch in Zukunft unbe- baut. An seinen Rändern sollen in den kommenden Jahren neue Stadtquartiere entstehen.

Nutzungs- und sozial durchmischte Stadt
Die Lage der neuen Stadtquartiere am Rand der zentralen Park- landschaft und in Verbindung mit dem Flughafengebäude als Identitätsmerkmal bietet die Chance, dem Wohnen, dem Arbeiten und der Kultur im Anschluss an die südliche Innenstadt eine besondere Adresse und Identität zu verleihen. Der enge Bezug zur zentralen Parklandschaft auf dem Gelände des ehemaligen Flugfeldes Tempelhof und den angrenzenden Quartieren Tempelhof, Kreuzberg und Neukölln ermöglicht attraktives Leben im innerstädtischen Kontext.

Stadträumliche Einbindung
Das ehemalige Flughafenareal stellte lange Zeit eine stadträum- liche Barriere in der südlichen Berliner Innenstadt dar. Die Still- legung des Flughafens bietet die Chance, das Areal mit dem Umfeld zu vernetzen und die räumlichen, sozialen und wirtschaft- lichen Beziehungen zu den angrenzenden Stadtquartieren in den Bezirken Neukölln, Tempelhof-Schöneberg und Friedrichshain-Kreuzberg wieder herzustellen.

Nachhaltige Entwicklung
Durch die Konversion des ehemaligen Flughafenareals wird der Innenentwicklung zentraler städtischer Lagen Rechnung getra- gen und der Außenraum geschont. Das Leitbild für eine klima- gerechte Stadt der Zukunft – konzipiert als kompakte und durch- grünte Stadt – wird hier aufgrund der klimatischen Bedeutung des Areals für die Innenstadt in besonderer Weise umgesetzt. Maßnahmen zum Schutz der natürlichen Ressourcen (z. B. Regenwasserversickerung, Nutzung regenerativer Energien, Dichte und Kompaktheit der Quartiere) finden im Planungs- prozess und in der Realisierung Anwendung.

An den zentralen Standorten des öffentlichen Verkehrs (Tempel- hofer Damm) wird aufgrund der hohen Lagegunst die Bebauung in qualitätvoller Art verdichtet. Durch die Mischung von Wohnen, Arbeiten, Kultur und Freizeit in kompakten Baustrukturen entste- hen Stadtquartiere »der kurzen Wege« mit einem hervorragend ausgebauten Rad- und Fußwegenetz. Mit dem Ausbau und der Verbesserung des öffentlichen Personennahverkehrs sowie einer stadtverträglichen Steuerung und Lenkung der Verkehrsströme wird zur Verminderung des motorisierten Individualverkehrs in den Quartieren beitragen.

Entwickeln von freiräumlichen Qualitäten und Identitäten
Neben der zentralen Parklandschaft, die die einzelnen Quartiere untereinander und mit der Umgebung (und dem Flughafenge- bäude verbindet, entstehen innerhalb der Quartiere und an den Übergängen zu den Nachbarquartieren Grünfugen und Platz- flächen, die über ein Wegesystem miteinander vernetzt sind. Die ehemaligen Rollbahnen reichen bis in die Quartiere Tempelhofer Damm und Oderstraße hinein und stellen gliedernde Elemente und öffentliche Aufenthaltsräume dar. Sie übernehmen zudem eine wichtige Funktion für den Kaltluftaustausch von der Parklandschaft in die Nachbarschaften hinein.

Das Städtebauliche Konzept
Das Grundprinzip der städtebaulichen Struktur wird aus der sorgfältigen Analyse und der Interpretation des Ortes mit seiner ehemaligen Funktion als Flughafen abgeleitet. Durch die Korrespondenz zu bestehenden Strukturen werden Quartiere mit unterschiedlichen Identitäten definiert. Neben der städtebau- lichen Struktur beinhaltet die Planung die strategische Idee, ein stabiles Grundgerüst und Erschließungsmuster darzustellen, welches auch auf veränderte Rahmenbedingungen und den über mehrere Jahre angelegten Entwicklungszeitraum reagieren kann. Gleichzeitig soll das städtebauliche Konzept eine Flexibilität der zukünftigen Gebäudetypologien und Nutzungen ermöglichen.

Der Masterplan
Der Masterplan Tempelhofer Freiheit definiert gestalterische Standards zur Sicherung und Entwicklung von Qualitäten. Um einen Spielraum und Entfaltungsmöglichkeiten zu gewährleisten, werden im Masterplan und im begleitenden Planwerk Zielvor- gaben zu Planungsparametern wie Nutzung, Dichte, Charakter öffentlicher Räume, etc. dargestellt. Mit dem vorliegenden Masterplan werden städtebauliche Planungen, immobilien- wirtschaftliche Zielsetzungen und die vorhandenen Identitäten miteinander in Beziehung gesetzt. Parallel dazu wurde bereits ein zweistufiger Wettbewerb zur Standorteinbindung der Zentral- und Landesbibliothek ausgelobt, der städtebauliche Lösungsansätze und Objektvorentwürfe für einen folgenden Realisierungswettbe- werb erbringen soll.

Standortkonferenz Tempelhofer Freiheit
6. März 2013, 17:00-20:00 Uhr / Haupthalle Flughafengebäude
Die Veranstaltung wird per Livestream im Internet auf www.tempelhoferfreiheit.de übertragen.

Stadtwerkstatt Tempelhofer Freiheit
9. März 2013, 12:00-18:00 Uhr / Alte Zollgarage am Flughafen Tempelhof

Auftraggeber: Tempelhof Projekt GmbH, Berlin in Zusammenarbeit mit Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt, Berlin

In Zusammenarbeit mit: GROSS.MAX, Edinburgh; ARGUS Stadt- und Verkehrsplanung, Hamburg und UrbanPlan GmbH, Berlin

www.tempelhoferfreiheit.de