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CH-Bern 1. Rang im Wettbewerb Meinen Areal
Das Team aus ASTOC Architects and Planners, GWJARCHITEKTUR und ASP Landschaftsarchitekten gewinnt den ersten Rang im Wettbewerb für das Meinen-Areal in Bern.

Nach dem Wegzug der Grossmetzgerei Meinen soll das Areal im Berner Mattenhof zu einem neuen Zentrum für das Quartier umgestaltet werden. Geplant sind zweihundert Wohnungen und Einkaufsmöglichkeiten.

Der städtebauliche Entwurf orientiert sich hinsichtlich Nutzung, Höhe und baulicher Struktur an seinem Umfeld: Auf der nördlichen Parzelle wird der vorhandene Blockrand mit einer fünfgeschossigen Wohnbebauung fortgeschrieben und erzeugt damit die für diesen Bereich charakteristische Dichte und räumliche Kompaktheit. Bewusst wird in diesem Bereich auf eine Höhenentwicklung verzichtet, um im Zusammenhang mit der markanten VII-geschossigen Bestandsbebauung auf der gegenüberliegenden Seite der Brunnmattstraße die Bildung eines schluchtartigen Straßenraums zu vermeiden. Vielmehr erhöht sich durch die moderate Gebäudehöhe die Qualität im neuen Quartierszentrum, so dass mit der Tram-Haltestelle und den Verkaufszonen im Erdgeschoss ein neuer Ort mit städtischem Charakter geschaffen wird.

Im südlichen Bereich wird an der Ecke Schwarztorstraße / Brunnmattstraße ein IX-geschossiger baulicher Akzent als Solitär formuliert. Dieser Baustein sowie der angrenzende V-geschossige Riegel reihen sich einerseits in die Sequenz markanter Bauten zwischen Lory-Platz und Monbijoupark ein und fügen sich andererseits in die zunehmend offenere Bebauungsstrukur südlich der Schwarztorstrasse ein. Durch den Erhalt des schützenswerten Gebäudes an der Mattenhofstrasse wird die stadträumliche Identität bewahrt und in Zusammenhang mit der gegenüberliegenden Bäckerei und dem Baumbestand ein weiterer Ort Quartier mit hoher Aufenthaltsqualität geschaffen.

Die solitären Bestandsgebäude entlang der Schwarztorstraße sind markantes Merkmal für diesen Abschnitt. Die geplanten Baukörper auf dem südlichen Baufeld reihen sich typologisch als individuelle Stadtbausteine ein und ergänzen hinsichtlich ihrer Fassadengestaltung die gewünschte urbane Vielfalt. Insgesamt stärkt der städtebauliche Entwurf die vorhandenen Qualitäten des Quartiers, knüpft die bauliche Struktur und Höhe betreffend an Vorhandenem an und schafft gleichzeitig eine eigene Identität für eine nachhaltige Entwicklung.