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VN-Ho-Chi-Minh-Stadt Wettbewerb Campus VGU, 4. Preis
Der internationale Wettbewerb für den Neubau der Vietnamesisch-Deutschen Universität (VGU) nahe Ho-Chi-Minh-Stadt in Vietnam ist entschieden. Der vierte Preis ging an das Konsortium um ASTOC Architects and Planners und Riegler Riewe Architekten.

Die Regierung von Vietnam ist bestrebt das Hochschulwesen sukzessive auszubauen. Das „New-Model University Project“ sieht den Aufbau von vier internationalen Universitäten vor. Es wird von der Weltbank, dem deutschen Bundesministerium für Bildung und Forschung und vom hessischen Kultusministerium gefördert. Die VGU ist eine dieser vier Universitäten.

Der neue Campus umfasst ein Areal von rund 50 ha und liegt 50 km nordwestlich von Ho-Chi-Minh-Stadt in der Binh Duong Provinz in My Phuoc, einem schnell wachsenden Gebiet mit Industriekomplexen und großen Wohnbauprojekten. Die neue Modelluniversität übernimmt Konstruktionsprinzipien und Anforderungen von führenden internationalen Universitäten, unter Berücksichtigung der Bedingungen in Vietnam. Der neue Campus mit einer BGF von ca. 330.000 qm soll bis 2020 in zwei Phasen erstellt werden.

Entwurfskonzept
Universität und Stadt bilden eine Einheit. Das städtebauliche Konzept schlägt einen dichten und kompakten Stadtteil mit einer strengen rechtwinkligen Umrandung vor, die die Grenze des gebauten Campus bildet. Ausnahmen sind die signifikanten Gebäude, die den Haupteingang im Norden und die Mehrzweckhalle im Osten bilden. Die rechtwinklige Gestalt des Viertels wird durch Bänder aus Gebäuden in Nord-Süd-Richtung strukturiert, die durch Straßen getrennt sind. Diese Bänder werden durch einen lebendigen Rhythmus schmaler Alleen in Ost-West-Richtung unterbrochen. Überlagert wird diese gitterartige Struktur durch den diagonalen Boulevard, der den Hauptzugang mit dem Zentrum des Campus verbindet.

Großzügige Landschaftselemente durchbrechen die rationale Struktur des Quartiers. Der Flussarm ist ein talartiger Linearpark, der den Campus fußläufig mit den benachbarten Teilen der Stadt verbindet. Grüne Pocketgärten östlich und westlich bringen die Landschaft tief in den Campus hinein.

Der Hauptzugang liegt im Norden und verbindet den Campus mit dem städtischen Hauptboulevard. Nebenzugänge für Fußgänger werden im Westen angeordnet und verbinden das Wohnviertel und den Osten durch Freizeit- und Sportcluster mit der Straße nach Ho Chi Minh Stadt, wo eine Bushaltestelle angeordnet ist.

Der diagonale Hauptzugang führt direkt ins Herz des Campus. Das Zentrum wird durch zwei Schlüsselgebäude der Universität gebildet: der Lesehalle im Norden und der Bibliothek im Süden. Diese Gebäude dominieren das Zentrum durch ihre besondere Nutzung und ihre architektonische Präsenz. Zwischen den Schlüsselgebäuden spannen sich der Hauptplatz und der Linear-Park auf.

Entlang der Haupt-Plaza im Zentrum des Viertels bildet eine Reihe kleinerer Plätze in der benachbarten Umgebung lebendige Fokusse im Campusleben. Unterschiedliche Nutzungen in den Gebäuden um die Plätze generieren eine städtische Atmosphäre bei Tag und Nacht.

In Zusammenarbeit mit Riegler Riewe Architekten, Marina Stankovich Architects, YO2 Architects, Dr. Binnewies Ingenieurgesellschaft, Amstein+Walthert AG, Agence Ter und Transsolar Energietechnik