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CH-BIEL / NIDAU Wettbewerb AggloLac, Auftrag zur Weiterbearbeitung
ASTOC erhält den Auftrag zur Weiterbearbeitung im städtebaulichen Ideenwettbewerb für das geplante neue Seequartier AGGLOlac.

Die besten fünf der eingereichten Vorschläge werden nun im Rahmen einer Testplanung überarbeitet. Dabei werden die Teams mit Vertretern der Jury und der Projektgesellschaft AGGLOlac zusammenarbeiten und ihre Arbeiten in Werkstattgesprächen gemeinsam diskutieren. Die Testplanung endet voraussichtlich im November 2014 mit einer Empfehlung der Jury, welches der städtebaulichen Konzepte als Grundlage für das neue Quartier am See dienen soll.

Städtebauliches Konzept
Städtebau bedeutet, die Bedürfnisse künftiger NutzerInnen zu antizipieren. Städtebau bedeutet, Stadt als Prozess zu begreifen. Die einfache Grundstruktur erleichtert den etappenweisen Ersatz oder die Nachverdichtung von Häusern und Baugevierten. Die dichte Bebauung stellt die haushälterische Nutzung des Bodens sicher, unbenötigte Flächen bleiben unbebaut. Beim Entscheid, ob, wo und wie sich die Stadt weiter entwickeln soll, sollen künftige Generationen mitreden dürfen. Statt eines unfertigen Ganzen soll ein fertiger Teilbereich gebaut werden.

Die Achse von der Altstadt zum Bahnhof ist Biels Rückgrat. Sie wird vom Robert-Walser-Platz an jenen Punkt verlängert, an dem Stadt und See zueinander finden: die Place du Marais. In einer Gegenbewegung stösst das Seeufer von Westen bis an den Zihlkanal. Zwischen diesem Grünraum und der neuen Stadt findet eine Begegnung statt, die auf einem respektvollen Nebeneinander, eleganten Verschränkungen, starken Ein- und Ausblicken und spannungsvollen räumlichen Beziehungen beruht.

Das Neue kann nicht nur aus Gestaltwillen entstehen, sondern auch aus der Spurensuche im Vorhandenen. Dies betrifft nicht nur die Figur, mit welcher bestehende Bauten wie das Badhaus, die Shedhalle oder das Schloss Nidau das Terrain aufspannen.

Der neue Stadtteil zeichnet sich durch klare, überschaubare öffentliche Räume mit grosszügigen Sichtverhältnissen aus. Das geordnete und robuste städtebauliche Konzept lässt Freiheiten zu. Dichte, Durchmischung, Einheit in der Vielfalt, facettenreiche Nachbarschaften zwischen Öffentlichkeit und Privatsphäre, Hierarchien, Brüche – dies sind die Garanten für die Entstehung eines städtischen Lebens, in dem Ökonomie, Kultur, der Alltag und alles Unplanbare ihren berechtigten Platz finden. Der Schlüssel zur Stadt liegt nicht in der Ausgrenzung, sondern in der Integration. Der neue Stadtteil lässt vielfältige Haustypen vom Genossenschaftsbau bis zum Privathaus und Bauten mit Ateliers, Läden, Mischnutzungen etc. zu. Auf der Stadtebene, besonders an den wichtigen öffentlichen Räumen, werden Bauten mit nutzungsflexiblen Erdgeschossen errichtet. Soziale Vielfalt ist gewollt. Kern des neuen Quartiers ist die winkelförmige Anlage des neuen Hafenbeckens in der Verlängerung des Barkenhafens mit der Dr.-Schneider-Strasse.

In Zusammenarbeit mit AND Association, Bern

www.andnet.ch

www.agglolac.ch